Das sächsische Schulsystem

 

Angehörigkeit zum Jugendrotkreuz und freie Mitarbeit

Die Arbeit als freier Mitarbeiter im Jugendrotkreuz ist möglich. Sie nehmen zeitlich und/ oder inhaltlich begrenzte Aufgaben wahr. Eine Mitgliedschaft im DRK ist dafür nicht erforderlich. Weitere Informationen finden Sie hier.

Der Status der Schulsanitäter

Der Status der Schulsanitäter ist in der Jugendrotkreuz-Bundesordnung unter 5.1 Absatz 5 geregelt. Im Folgenden findet sich ein Auszug aus der Jugendrotkreuz-Ordnung mit den für die Schulsanitäter relevanten Bestimmungen.

Haftung

Trotz sorgfältig erfüllter Aufsichtspflicht kann es im Schulbetrieb zu Unfällen oder anderen Schädigungen kommen. Wird dabei ein Schüler verletzt, ist die Behandlung über die Unfallversicherung gewährleistet. In der gesetzlichen Unfallversicherung sind alle Schüler während Schulveranstaltungen versichert.

Sollte es einmal zu einem Schaden kommen, ist es wichtig, diesen und die getroffenen Maßnahmen zu dokumentieren. Bei Unfällen sollte ein Arzt aufgesucht und  die Verletzung im Verbandbuch der Schule festgehalten werden.

Da insbesondere in den Bereichen Aufsichtspflicht und Haftung oft große Verunsicherung bei den außerschulischen Fachkräften herrscht, sollte vor Beginn der Tätigkeit eine kurze Erläuterung dieser Themen stattfinden. Die Teilnahme daran sollte verbindlich sein und schriftlich dokumentiert werden. Eine Einführung zum Thema wird im Gruppenleiter-Grundlehrgang gegeben. Zusätzlich ist es empfehlenswert jährlich eine Belehrung zu den Unfallverhütungsvorschriften bei Koordinatoren und Schulsanitätern durchzuführen.

Aufsichtspflicht

Kinder und Jugendliche sind noch nicht in der Lage, die Folgen ihres Handelns wie Erwachsene zu überblicken. Deshalb ist es zu ihrem Eigenen und zum Schutz Anderer vor möglichen Schädigungen durch Handlungen der Kinder und Jugendlichen wichtig, dass diese ihrem Alter und der Situation entsprechend beaufsichtigt werden. Grundsätzlich ist dies Aufgabe der Eltern. In der Schule oder in Gruppenstunden kann diese Aufsichtspflicht auch auf andere Personen übertragen werden.

Zusammengefasst kann man sagen, dass der Aufsichtführende alle Maßnahmen treffen muss, die zur Verhinderung oder Verminderung von Schäden nötig sind.

Welche Maßnahmen das im Einzelnen sind, ergibt sich aus:

  • Situation und den Rahmenbedingungen
  • Lebenserfahrung
  • Anzahl der Kinder
  • Alter der Kinder
  • Reife und Disziplin


Dabei genügt es aber nicht, wenn der Betreuer den Kindern und Jugendlichen gegenüber nur die nötigen Anweisungen oder Verbote äußert, er muss sich wenigstens stichprobenartig von der Einhaltung überzeugen. 

Die außerschulische Fachkraft darf grundsätzlich den Klassenraum nicht verlassen. Sollte aus dringenden Gründen ein kurzzeitiges Verlassen erforderlich sein, ist es wichtig, für einen angemessenen Aufsichtsersatz zu sorgen. Bei der Gruppenarbeit in verschiedenen Räumen oder auf dem Schulgelände genügt es, wenn die außerschulische Fachkraft, stichprobenartig die einzelnen Gruppen beaufsichtigt.

Sollte für ein Angebot ein Weg zurückzulegen sein (zum Beispiel Besuch einer Rettungswache), muss die außerschulische Fachkraft auch diesen Weg beaufsichtigen. Dabei müssen die Schüler geschlossen zum Ziel gebracht werden.

Besonders bei Aktivitäten außerhalb des Schulgebäudes ist darauf zu achten, dass die Schüler keine anderen Personen schädigen oder sonstiges Unheil anrichten.

Näheres zum Thema Aufsichtspflicht lässt sich im Gruppenleiter-Grundlehrgang in Erfahrung bringen und im Schulgesetz des Freistaates Sachsen. Dieses ist zum Beispiel auf www.sachsen-macht-schule.de zu finden.

Aufsichtspflicht und Haftung von außerschulischen Fachkräften

Die Aufsichtspflicht beim Schulsanitätsdienst obliegt grundsätzlich dem Kooperationslehrer. In Einzelfällen kann sie auf außerschulische Fachkräfte übertragen werden.

Schweigepflicht

Jeder Schulsanitäter hat über alle Informationen die er aufgrund seiner Stellung und Funktion als Schulsanitäter selbst feststellt oder erfährt, Stillschweigen zu bewahren.

Das schließt folgende Aussagen ein:

  • Aussagen, die von dem Betroffenen selbst geäußert werden
  • alle medizinischen, krankheitsbezogenen Fakten
  • Art der Verletzung bzw. Erkrankung
  • Ursachen und Vorgeschichte
  • Symptome
  • (Verdachts-)Diagnose
  • durchgeführte Maßnahmen
  • Transportziel
  • geplante Weiterbehandlung

Zusammenfassend darf also nichts, was auch nur annähernd mit den behandelten Personen zusammenhängt, weiter getragen werden, mit Ausnahme natürlich die für den Rettungsdienst notwendigen Informationen.

Eine Verletzung der Schweigepflicht kann rechtliche Konsequenzen haben.

Empfehlenswert ist es, die Schulsanitäter im Rahmen ihrer Ausbildung umfassend über ihre Schweigepflicht zu informieren und ggf. eine entsprechende Erklärung unterschreiben zu lassen.

Datenschutz

Alle Daten, die von einer betroffenen Person aufgenommen wurden, unterliegen der Schweigepflicht sowie den Datenschutzrichtlinien (nach §5 Bundesdatenschutzgesetz, kurz BDSG).

Versicherungsschutz

Mit der Hilfeleistung zugunsten Verletzter in Notfällen kann auch die Eigenschädigung des Ersthelfers verbunden sein, er kann also im Extremfall Schaden an seiner Gesundheit nehmen. Auch Sachschäden können dabei entstehen. Deshalb sind Ersthelfer und natürlich auch Schulsanitäter im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung gegen Personen- und Sachschäden versichert, die ihnen bei der Hilfeleistung widerfahren, genaueres siehe GUV ?I 8512. Alle Schüler sind ohnehin während der schulischen Veranstaltungen sowie auf den direkten Wegen von und zu diesen durch die gesetzliche Unfallversicherung versichert. Darüber hinaus müssen die Schulsanitäter dem zuständigen DRK-Kreisverband als Mitglieder beitreten, um zusätzlichen Versicherungsschutz über das DRK zu erhalten. Dies ist besonders für außerschulische Veranstaltungen wichtig.

 

Cooporate Design, Cooperate Identity (Einheitliches Auftreten)

 

Hinweise zu Zero Inbox

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